Überprüfung und Anpassung Grundwasserschutzzonen: Vulnerabilitätsbewertung von Grundwasserschutzzonen in stark heterogenen Karstleitersystemen mittels EPIK-Methode

Der Zweckverband Wasserverbund Birstal (WVB) nutzt die Quellfassungen Berhardsmätteli und Pfandel zur Versorgung der Verbandsgemeinden Zwingen, Laufen, Blauen und Nenzlingen mit Trinkwasser. Die altrechtlichen Schutzzonen der Fassungen sollten nach Massgabe der aktuellen gesetzlichen Grundlagen überprüft und angepasst werden. Dazu wurde etappenweise u.a. die Quellcharakteristik bewertet und das Einzugsgebiet der Quellen in verkarstungsfähigen Gesteinseinheiten festgelegt. Das karsttypische Quellschüttungsverhalten, d.h. mit stark schwankenden qualitativen und quantitativen Eigenschaften erforderte es, die Schutzzonen nach der Vulnerabilitätsbewertung mittels EPIK-Methode auszuscheiden. Die effektive Umsetzung erfolgte GIS-basiert anhand digitaler Daten, ergänzt um gezielte Informationen aus Felduntersuchungen. Das Ergebnis war eine fundierte, räumlich differenzierte Bestimmung der Schutzfaktoren, an denen sich die Empfehlung der künftigen Schutzzonen orientierte.

Unsere Aufgaben

  • GIS-basierte, räumlich differenzierte Vulnerabilitäts-bewertung im Einzugsgebiet der Quellfassungen
  • Durchführung ergänzender Felduntersuchungen:
    • Kartierung von Geologie und Karstphänomenen wie Bachschwinden, Dolinen und Quellaustritten oder künstlicher Drainageanlagen
    • Bestimmung der Boden- bzw.  Deckschichtmächtigkeiten
    • Quantitative und qualitative Quellüberwachung
  • Ausweisung Zonen S1, S2, Sh und Sm anhand der ermittelten Schutzfaktoren aus der EPIK-Methode

Projektteam

Lorenz Guldenfels

Fachbereichsleiter Geologie & Grundwasser, Liestal

Dr. Daniel Biehler

Projektleiter Geologie & Grundwasser, Liestal